Aktien sind Anteile an einzelnen Unternehmen. Wenn du eine Aktie kaufst, gehört dir also ein kleiner Teil dieser Firma.
Das heißt: Du setzt immer auf ein bestimmtes Unternehmen – zum Beispiel darauf, dass es wächst und mehr Gewinn macht. Läuft die Firma gut, steigt meistens auch der Aktienkurs. Läuft es schlecht, kann der Kurs aber auch deutlich fallen.
Im Unterschied zu ETFs bist du hier nicht breit gestreut. Du hast also höhere Chancen auf große Gewinne, aber auch ein höheres Risiko für Verluste, weil alles von dieser einen Firma abhängt.
Kurz gesagt: Mehr Risiko, dafür aber auch die Chance auf höhere Gewinne – und du investierst gezielt in einzelne Unternehmen statt in den ganzen Markt.
Krypto (oder Kryptowährungen) sind digitale „Währungen“ wie zum Beispiel Bitcoin oder Ethereum, die es nur online gibt. Anders als Aktien gehören sie keinem Unternehmen – ihr Wert entsteht hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage.
Wenn du Krypto kaufst, spekulierst du darauf, dass der Preis steigt. Der Markt ist aber deutlich volatiler als bei Aktien oder ETFs, das heißt: Die Kurse können sehr schnell stark steigen, aber auch genauso schnell fallen.
Ein wichtiger Unterschied liegt auch bei den Steuern: Gewinne aus Krypto werden in Deutschland in der Regel mit der Einkommenssteuer versteuert (wenn bestimmte Haltefristen nicht eingehalten werden). Bei Aktien und ETFs hingegen fällt meist die Abgeltungssteuer an.
Kurz gesagt: Sehr hohe Chancen, aber auch sehr hohe Risiken – und steuerlich anders behandelt als klassische Investments.
Schauen wir uns jetzt die „passende“ Strategie an. Wichtig vorab: Die gibt es nicht wirklich, denn das Ganze ist sehr subjektiv. Jeder hat andere Ziele und eine andere Risikobereitschaft. Ich persönlich investiere nur in Aktien, weil dahinter echte Unternehmen mit realen Produkten oder Dienstleistungen stehen – also ein greifbarer Gegenwert.
Ein Ansatz ist, sich intensiv mit einer Firma zu beschäftigen. Man schaut sich Kennzahlen wie Umsatz, Gewinne, Wachstum und den bisherigen Kursverlauf an. Wenn man vom Unternehmen und seinen Produkten überzeugt ist und glaubt, dass es in Zukunft weiter wächst, investiert man langfristig. Etablierte Unternehmen sind oft stabiler, haben sich bereits bewiesen, wachsen aber meist langsamer. Jüngere Firmen können schneller wachsen, bringen aber auch mehr Risiko mit sich. Außerdem spielt nicht nur das Unternehmen eine Rolle, sondern auch der Markt und die allgemeine Wirtschaft.
Eine zweite Strategie ist, auf sogenannte „Rücksetzer“ zu achten. Dabei sucht man sich ein gutes, etabliertes Unternehmen, dessen Aktie aus bestimmten Gründen kurzfristig gefallen ist. Hier kann es interessant sein, günstig einzusteigen und darauf zu setzen, dass sich der Kurs wieder erholt. Wichtig ist dabei, sich vorher klare Ziele zu setzen: Wann steige ich wieder aus? Wann ist der gewünschte Gewinn erreicht?
Eine weitere Möglichkeit ist, auf Trends zu setzen – also auf einer Welle mitzureiten. Ein Beispiel sind bestimmte Hypes, wie etwa Impfstoff-Aktien während der Corona-Zeit. Solche Aktien können in kurzer Zeit stark steigen, aber auch schnell wieder fallen, wenn der Trend vorbei ist. Hier ist es besonders wichtig, früh einzusteigen und rechtzeitig Gewinne mitzunehmen. Ohne klare Limits kann man schnell zu spät reagieren.
Natürlich gibt es noch unzählige weitere Strategien, aber hier ein kleiner Überblick.
Am Ende gilt: Egal für welche Strategie du dich entscheidest, du solltest sie dir vorher gut überlegen – und dann auch konsequent dabei bleiben. Emotionen wie Angst oder Gier führen oft zu schlechten Entscheidungen. Und ganz wichtig: Investiere nur Geld, auf das du nicht angewiesen bist. Es sollte kein Geld sein, das du für Miete, Rechnungen oder den Alltag brauchst – sonst gerätst du schnell unter Druck und triffst falsche Entscheidungen.